Zur Geschichte und Gegenwart

Mackenrodt liegt nordwestlich der Nahe, westlich von Idar-Oberstein in einer Höhe von 440 m über NN.

 

Mackenrodt war nicht zu allen Zeiten die kleinste Gemeinde zwischen dem Idar- und Siesbach. Im 17. und 18. Jahrhundert hatte der Ort mehr Einwohner als etwa Hettenrodt oder Kirschweiler. Auf der Gemarkung von Mackenrodt wurden einige Funde aus treverischer und römischer Zeit gemacht. Dies bedeutet allerdings nicht, dass der heutige Ort schon über 2000 Jahre alt ist. Ab etwa 500 n. Chr. wurden die alten Siedlungsstätten wegen der kriegerischen Einfälle germanischer Völker aus dem Osten verlassen. Erst verhältnismäßig spät ließen sich danach wieder Menschen an der oberen Nahe nieder. Wer damals dort siedeln wollte, musste erst einmal den Wald roden. Dies belegen noch heute einige Ortsnamen zwischen Idar- und Siesbach (Mackenrodt, Hettenrodt, Algenrodt).

 

Der Idarbann gehörte spätestens seit 1320/21 als sog. Afterlehen zur Reichsherrschaft Oberstein. Mackenrodt wurde im Lehensbrief damals erstmals urkundlich genannt. Der Ort teilte das Schicksal des Idarbannes in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Das Gebiet kam 1766 an die Hintere Grafschaft Sponheim, 1771 an die Markgrafschaft Baden, 1798/1801 an die Republik bzw. ab 1804 an das Kaiserreich Frankreich, 1814 unter eine kaiserlich/königlich österreichische und königlich bayrische Übergangsverwaltung, 1815 an das Königreich Preußen, 1817 an das (Groß-)Herzogtum Oldenburg, das 1818 zum Freistaat bzw. zur Republik wurde, 1937 schließlich wieder an Preußen und 1948 zu dem neugebildeten Bundesland Rheinland-Pfalz. Die Tatsache, dass man an der alten Gerichtsstätte am Galgenberg Achate fand (heute Steinkaulenberg genannt), prägte die wirtschaftliche Entwicklung der ganzen Gegend. Die Mackenrodter Bauern fanden Nebenerwerb als Steingräber und Achatschleifer, sowie später auch als Goldschmiede, Lapidäre und Diamantschleifer.

 

Trotzdem spielten bis zum Ende des vorigen Jahrhunderts die Landwirtschaft und die Viehzucht für die Ernährung der Bevölkerung die wichtigere Rolle. Im Jahre 1833 wurde Mackenrodt wie folgt beschrieben: „Ein sich vom Ackerbau und Viehzucht nährendes, eine Stunde von Idar gelegenes und nach dahin eingepfarrtes Dorf“.

 

Heute gibt es neben einem Reiterhof und einem landwirtschaftlichen Betrieb einige Gewerbetreibende in der Edelsteinbranche. Die Mehrzahl der Erwerbstätigen pendelt zum Arbeitsplatz, meist nach Idar-Oberstein, was heute angesichts der allgemeinen Motorisierung keine besonderen Schwierigkeiten bereitet. Während der Ort früher wegen seiner etwas abseitigen Lage mancherlei Nachteile in Kauf nehmen musste, profitiert er heute gegenüber anderen Ortschaften von seiner beneidenswert ruhigen Lage.


In Mackenrodt gibt es einen überregional bekannten Streuobsterlebnispfad, der weiter unten näher beschrieben wird.

 

 

 

 

 

Der Dorfmittelpunkt unseres Ortes ist der neu angelegte Brunnen neben der Bushaltestelle. Eingerahmt von einer schön versetzten Bruchsteinmauer mit Ortswappen und dem Foto der ehemaligen Edelsteinkönigin Rebecca Mildenberger, erstrahlt er abends in wunderschönen Farben. Zwei Bänke bieten Besuchern einen angenehmen Sitzplatz zum Verweilen. Schon in früheren Zeiten wurde hier allabendlich von den Dorfbewohnern der Tag mit einem Schwätzchen beendet.

Heute befindet sich zudem ein kleiner Bücherschrank im optisch angepassten Wartehäuschen. Dort können Bücher kostenlos getauscht werden. Nach dem Motto: Nimm eins und stelle eins wieder hinein, findet man dort immer wieder neue interessante Titel der verschiedensten Schriftsteller.

 

Karin Keßler

 

Eingebettet in eine gepflegte Grünanlage, befindet sich am oberen Ortsausgang der kleine Dorfweiher. Angelegt wurde dieser in früheren Zeiten als Brandteich für die Feuerwehr. Zweiseitig von hohen Laubbäumen eingerahmt spiegeln sich deren Blätter in der glänzenden Wasseroberfläche. Am hinteren Ende erfreut ein Teppich aus leuchtenden Wasserrosen den Besucher, während das Schilfrohr am rechten Ufer Fröschen Schutz für ihren Laich bietet.

Eine stabil angelegte Sitzgruppe mit Tischen bietet Gästen eine schöne Gelegenheit zum Picknicken. Direkt am Weiher befindet sich eine kleine Stellfläche zum Parken. Diese ist mit einer Skulptur von H.G. Dutkiewicz geschmückt. Für Wanderer befindet sich dort auch eine Karte mit eingetragenen Wanderwegen rund um Mackenrodt.

 

Karin Keßler

 

 

Wer ein idyllisches Plätzchen im Wald mit Bratstelle sucht, findet dieses unweit vom Ort . Wer die Friedhofsstraße hinauf und auf der anderen Seite den Waldweg hinab fährt, kommt nach Dalsbach. Hier befindet sich eine gepflegte überdachte Grillstelle mit Tischen und Bänken. Auf einem kleinen Plateau, mit herrlicher Sicht über eine Lichtung, auf der die Sonne ihren Weg durchs Blätterdach findet kann man die Natur mit allen Sinnen genießen. Dort stehen neben einem Brunnen, der als Einbaumholztrog gearbeitet wurde, zwei weitere Sitzgruppen. Gerade fertig gestellt wurde die Stützmauer aus großen Natursteinen, die den schönen Vorplatz erweitert hat. Hier steht jährlich das Zelt und der Bierstand des Verschönerungsvereins bei ihrem Picknick. Dieser Platz kann sowohl zum Parken als auch zum Zelten genutzt werden. ( Anmeldungen und Nutzungsbedingungen hierfür werden vom Vorstand des Verschönerungsvereins als auch beim Bürgermeister entgegen genommen.)

 

Karin Keßler

 

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